Clemens Rasch vs. DeeJays & den Rest der digitalen Welt
Aufklärung für betroffene Abmahnopfer von Rechtsanwalt Clemens Rasch bzw. seiner ProMedia GmbH


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Abmahnopfer von Clemens Rasch & Kollegen geworden?
Keine Panik! Ist alles nicht so schlimm, wie es vielleicht aussieht. Clemens Rasch ist mittlerweile ein bekannter Serienabmahner, der angeblich im Auftag der großen deutschen Musik-Konzerne und derren Gruppe IFPI handelt und teilweise scheinbar wirklich über Vollmachten dieser zu verfügen scheint. Wie weit seine Entscheidungsbefugnisse tatsächlich reichen, lässt sich nur erahnen, aber ansich kann man davon ausgehen, dass die Kanzlei Clemens Rasch machen kann, was sie will.

Wie alles begann...
Anfangs begnügte sich Rasch noch damit, auf privaten Websites nach unerlaubten Kopien von Musikaufnahmen zu suchen, die man auf welchen Umwegen und mit welchen Kniffen auch immer herunterladen konnte. Ein bekannter Fall ist, wo eine Privatperson im Gästebuch auf seiner Website seinen Lieblingssong als Hintergrund-Musik eingefügt hatte. Jeder der sich etwas auskennt, weiß, dass man diese Datei irgendwo auch downloaden kann. Auf so eine Idee würde zwar kein normaler Mensch kommen, doch Clemens Rasch mahnte eben diese Privatperson ab und forderte sie auf, die Musikdatei zu löschen und eine Unterlassungserklärung zu unterscheiben, sowieso eine Kostennote von über 300 € zu bezahlen.

Mit der Zeit merkte Clemens Rasch, dass auf den Websites von DeeJays in der Regel immer ein paar Remixe bzw. gleich komplette Mixtapes zu finden sind, die dort zum Anhören und zum Teil auch zum Downloaden bereitgestellt werden. Ein gefundenes Fressen, woraufhin viele Hobby-DeeJays bald Post von Clemens Rasch im Briefkasten hatten. Dass viele dieser DeeJays noch minderjährig waren, schien nicht zu interessieren.

Mittlerweile auch Tauschbörsen wie "Bearshare"...
Nach und nach hatte Rasch dann scheinbar so viel Geld durch Abmahnungen eingenommen, dass er gleich mal die Firma "proMedia Gesellschaft mbH" gründete, die sich ausschließlich mit der Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen beschäftigt. So suchen Mitarbeiter dieser Firma tagtäglich das Internet nach Verstößen ab und erstellen Screenshots von Websiten, dokumentieren Downloadquellen und versuchen Beweismaterial gegen die angeblichen Verursacher zu finden. Anfangs suchen Sie nur nach Websiten, mittlerweile aber auch in Tauschbörsen wie "Bearshare" oder wie man hören konnte auch mit einem gefakten Server im eDonkey-Netzwerk, mit dem z.B. "eMule" arbeitet. Neulinge auf diesem Gebiet wissen nicht, dass sie mit der Nutzung von Tauschbörsen-Clients meistens auch alle heruntergeladenen Dateien wieder zum Download anbieten und für jeden anderen komplett einsehbar sind. Rasch zieht sich in dem Falle 2-3 Musik-Dateien von demjenigen runter, um zu prüfen, ob es sich auch wirklich um die vermuteten Lieder handelt und macht dann einen kompletten Screenshot (Abbild) der Freigaben. So kann es leicht passieren, dass einem dann eine Abmahnung über mehrere 100 Dateien ins Haus flattert, worin man aufgefordert wird eine Kostennote von mehreren tausend Euro zu bezahlen.

Denn sie wissen nicht, was sie tun...
Das Problem bei der Sache ist nur, dass die Firma samt Mitarbeiter und Clemens Rasch nicht wirklich Ahnung von dem zu haben scheinen, was sie da tun. So passiert es immer wieder, dass vollkommen unschuldige Internet-Nutzer vorgeworfen wird, zig 1000te Musikdateien zum Download bereitsgestellt zu haben. Oder Websiten-Betreiber werden abgemahnt, weil sich auf ihren Websiten Links zu angeblichen Downloads befinden. Die Rechtslage wird teilweise komplett ignoriert, bzw. ohne genaue Kenntnisse erstmal eine Abmahnung verschickt, mit der Hoffnung, dass das Opfer stillschweigend bezahlt, da dieses in der Regel noch weniger Ahnung hat, als Clemens Rasch selbst.

Viele der Abmahnopfer suchen dann einen Anwalt auf, mit der Hoffnung, dass dieser ihnen helfen kann. In vielen Fällen ist das leider nicht der Fall, da viele Anwälte gar keine Ahnung von der Materie haben. So werden dann ein paar Schreiben zwischen Rasch und dem Anwalt ausgetauscht, mit dem Ergebnis, dass der Anwalt rät, die Kostennote doch bitte schnell zu bezahlen, um mögliche schlimmere Folgen zu vermeiden. In vielen Fällen konnte der Anwalt dann die Kostennote runterdrücken, allerdings was bringt einem das, wenn man das eingesparte Geld dann als Honorar an den Anwalt abdrücken muss.

Also wenn man unbedingt einen Anwalt aufsuchen möchte, dann bitte einen, der Ahnung von der Materie hat und weiß, was er tut. Ansonsten kann man auch gleich die Kostennote bezahlen, was noch dämlicher wäre.
Website Statisik
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